Gemeinwohl Ökologie

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Ausgerechnet von Unternehmen soll eine wichtige Initiative, weg von der rein am Gewinn, hin zu einer am Gemeinwohl orientierten Gesellschaft ausgehen?

Es gibt ja schon Unternehmen, die die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards in ihrer PR-Arbeit darstellen. Aber solange es an Maßstäben und unabhängiger Beurteilung fehlt, sind diese Selbstdarstellungen mit großer Vorsicht zu genießen, Fälle von "green washing" und "white washing" sind bekannt. Der Publizist und Attacmitglied Christian Felber stellt in dem Buch "Gemeinwohlökonomie" eine Gemeinwohlbilanz für Unternehmen vor, in der Werte wie Vertrauensbildung, Kooperation, Solidarität, Teilen und ökologische Nachhaltigkeit, die bisher allein geltende monetäre Finanzbilanz ablösen soll.

Aus der Glücksforschung weiß man, dass "gelingende Beziehungen" uns glücklicher machen als Geldanhäufung. Für Unternehmen heißt dies: weniger Konkurrenzdenken, dafür mehr Kooperation. Dass es tatsächlich solche UnternehmerInnen gibt zeigt die Zahl von 150 Pionierunternehmen aus vier europäischen Staaten, die seit 2010 nach Bekanntmachung des Projekts schon teilnehmen. Die Gemeinwohlökonomieidee macht auch Vorschläge zur Vergesellschaftung von größeren Unternehmen, zum Finanzsystem, zum Ersatz des auf Wachstum ausgerichteten BIP und vieles mehr (www.gemeinwohl-oekonomie.org/).

Der Arbeitskreis Global-Lokal von Attac-Düsseldorf hat als "Unterstützergruppe" im Herbst 2011 bereits 10 Unternehmen aus Düsseldorf und Umgebung zusammengebracht, die an der Verwirklichung der Gemeinwohlökonomie mitwirken wollen. Treffpunkt: jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat um 19:30 im Niemandsland.

Kontakt über: Stephan Ungeheuer, steung[ät]d.netic.de.


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